Kategorie: Spielbericht

Hoffenheim verliert beim VfL Wolfsburg mit 4:2

Ratlosigkeit macht sich breit

Sicher ist ein Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg nicht automatisch mit einem Punktgewinn in Verbindung zu bringen, aber es kommt eben immer auch auf die Art und Weise an wie die 90 Minuten ablaufen. Die gestrige Darbietung auf den kurzfristigen Ausfall von Schwegler (bzw. die gewählte Vertretung durch Strobl) und den Sahnetag von Max Kruse zu reduzieren erscheint uns zu banal.

2:0 nach 7 Minuten

Der VfL Wolfsburg führte durch die Tore von Kruse (nach 40 Sekunden!) und Bas Dost (7′ Minute) schon früh mit 2:0. Beiden Toren gingen Stellungsfehler der Hintermannschaft voraus und hätte Oliver Baumann in der Folge nicht mehrfach glänzend pariert, hätten wir uns auch bis zu unserem ersten Torschuß auch über ein drittes und viertes Gegentor nicht beschweren dürfen.

Kim für Kaderabek und Seitenwechsel

Schnell hatte das Trainerteam erkannt, dass Pavel an diesem Tag nicht mehr als ein Spielball für Draxler war und tauschte ihn schon früh gegen Kim aus. Als Konsequenz aus dem Wechsel, musste Toljan auf die andere Seite und von dort erzielte er auch nach schönen Pass von Polanski den Anschlusstreffer. Nicht weniger verwundert über diesen Treffer aus dem Nichts, waren wir auch über die „Freude“ über diesen Treffer. Keine Spielertraube, kein Signal in Form von „Auf jetzt!“. Treffer, abdrehen, Dienst nach Vorschrift. Irgendwie seltsam!

Wolfsburg zu sorglos. Die TSG mit Oberwasser.

Auch wenn man nicht genau wusste warum, drehte die TSG gleich nach der Halbzeit zu ihren Gunsten. Schmid mit dem 2:2 und man hatte das Gefühl, dass die TSG kurz vor dem dritten Treffer stand als erneut Max Kruse einen erneuten Fehler in der Deckung zur erneuten Führung der Wolfsburger nutzte.

Von diesem Rückschlag erholte sich die TSG nicht mehr und noch vor den Einwechslungen von Uth und Szalai(!) macht Max Kruse den Dreierpack perfekt und netzte nach einer Flanke von Schürrle erneut ein.

Fazit

Wir haben unsere Meinung bereits gestern auf unserer Facebook Seite mit euch geteilt. Ein großer Teil der TSG Fans hat uns verstanden, andere nennen uns Brandstifter und Erfolgsfans.

Es ist einfach nicht von der Hand zu weisen, dass sich unsere TSG seit der Rückrunde der letzten Saison leistungstechnisch in einem Vakuum befindet. Entschuldigungen in Form von „… die Mannschaft ist neu …“, „… die Qualität ist nicht mehr die aus dem letzten Jahr …“ und „…. die Jungs brauchen Zeit um sich zu finden …“ klingen immer mehr nach Floskeln.

Klar, wir haben keinen Trainerschein und haben sicher auch in Sachen Taktik nicht das entsprechende KnowHow um kluge Ratschläge zu geben. Was wir aber Woche für Woche sehen ist eine steigende Verunsicherung in einigen Mannschaftsteilen und vor allem keine Alternative im Spielsystem.

Am Freitag Abend kommt der HSV und danach geht es nach Köln. Beides Mannschaften die von der Qualität des Kaders sicher nicht an den der TSG herankommen. Bleiben wir auch hier ohne Punkte, werden wohl die logischen Gesetze der Bundesliga greifen, oder?

Soooooo nah dran!

Es gab sicher schon viele Spiele zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern München nach denen sich die Fans der TSG sagten „Diesmal hätte es klappen können.“, doch am Samstag war es ganz besonders knapp.

Warum es dann am Ende doch (wieder) nicht gereicht hat und selbst der eine Punkt nicht eingefahren wurde ist relativ schnell erklärt. Doch der Reihe nach.

Mit dem Treffer von Kevin Volland nach 9 Sekunden haben wir unseren Eintrag in den Geschichtsbüchern gesichert. Noch nie war der Ball in einem Bundeliga-Spiel schneller hinter der Linie. Kaum saßen die Zuschauer also auf ihren Sitzen, da sprangen sie (wenn sie denn Fans der TSG waren) auch schon wieder auf und lagen sich in den Armen.

Nur kurz schüttelte sich der FC Bayern und zeigte vor allem durch Douglas Costa und Mario Götze, dass man auch heute nicht gewillt ist, die TSG am Sieg schnuppern zu lassen.

Konnte Baumann die ersten Versuche der Bayern noch grandios parieren, so war es dann kurz vor der Pause Thomas Müller der eine starke Vorarbeit von Costa mit dem Oberschenkel im Tor unterbrachte. Mit diesem 1:1 ging es dann die Pause.

Bis zur 73. Minute schien es, als würden sich die Bayern auf das Tor der TSG einschießen. Großchancen durch Müller, Götze und Vidal wurden durch Baumann vereitelt oder durch die Latte verhindert. Das Stadion wartete auf das 2:1 der Bayern, bis der bereits verwarnte Boateng einen harmlosen Freistoß von Rudy mit der Hand abwerte und der Schiedsrichter in deswegen vom Platz und auf Elfmeter für die TSG entschied.

In diesem Augenblick hätte sich auch Polanski in die Geschichtsbücher schreiben können, doch er zielte zu genau und so verhinderte der Pfosten die erneute Führung der TSG.

Der Rest ist schnell erzählt. Kurz vor dem Ende zeigt Douglas Costa nochmals warum er evtl. locker mit Usain Bolt mithalten könnte und zog an Polanski vorbei bis zu Grundlinie. Ein kurzer Blick, ein kluger Pass und ein Lewandowski der nur darauf gewartet hat seine Serie gegen Baumann auszubauen. 1:2 – Abpfiff.

Es wird von Spiel zu Spiel besser, aber auch nach vorne noch nicht wirklich gut. Jetzt kommt mit Eduardo Vargas ein internationaler Star, der sicher seine Fähigkeiten hat. Ob als – dringend benötigter – Spielgestalter werden die kommenden Wochen zeigen.

Zum Abschluß haben haben wir noch zwei Neuerungen für euch. Zum einen zeigen wir euch, wie das Spiel in der Social Media Welt stattgefunden hat.

TSG_1899_Hoffenheim_-_FC_Bayern_München___Social_Media_im_Fussball_und_in_der_Bundesliga

Weiterhin haben wir auch einen Audiobeitrag zum Spiel. Hierfür suchen wir noch einen Sponsor. Bei Interesse, könnt ihr euch gerne bei uns melden.

1:2 Niederlage zum Saisonstart

Die TSG 1899 Hoffenheim verliert ihr erstes BuLi-Spiel in der aktuellen Saison mit 1:2 bei Bayer Leverkusen.

Es gibt Dinge, an die beginnt man sich nach einer gewissen Regelmäßigkeit zu gewöhnen. Nimmt man die letztjährige Revanche mal raus, dann sind Niederlagen gegen Bayer Leverkusen ein solches „Ding“.

Eine halbe Stunde lang hatte es gar nicht soooo schlecht ausgesehen. Die Startelf auf allen kritischen Punkten verändert und das frühe 1:0 durch das erste Bundesliga-Tor von Steven Zuber nach dem Zuckerpass von Eugen Polanski macht dem einen oder anderen Fan sogar Mut.

Die TSG wäre jedoch nicht die TSG, wenn man dann nicht umgehend in den Verwaltungs-Modus gewechselt wäre. Nur so sind die über 20 Torschüße der Werkself zu erklären. Der Ausgleich kurz vor der Pause und der Siegtreffer zum Ende der Partie waren so nur eine logische Folge.

Natürlich war eine Steigerung gegenüber dem Spiel bei den Münchner Löwen zu erkennen (schlechter ging es ja wohl auch auch kaum), aber deutlich zu sehen war auch das aktuelle Manko der TSG. Es fehlt der echte Spielgestalter.

Hier hat Alexander Rosen ja bis Ende des Monats noch Nachbesserung angekündigt und wir dürfen gespannt sein wer da noch aus dem Hut gezaubert wird.

 

Wir können auch 0:0

Markus Gisdol hat es in der Pressekonferenz nach dem Spiel wohl richtig auf den Punkt gebracht.

Die eigentliche Sensation ist das 0:0

Markus Gisdol
Trainer TSG 1899 Hoffenheim

Wir haben in dieser Saison ja schon bewiesen, dass wir viele Dinge können. Ein 0:0 war wohl für den für den 32ten Spieltag eingeplant. Nicht das die Mannschaften (für Frankfurt gilt dies nur für  Halbzeit 1) keine Tore erzielen wollten oder keine Möglichkeiten hatten. Allein die erste Halbzeit hätte auch gut und gerne mit einem 3:3 enden können, doch der Ball wollte einfach nicht ins Netz.

Zu Beginn des Spiel bekam die TSG keinen vollständigen Zugriff auf die Eintracht. Immer wieder rollte der Ball durch den Strafraum vor Jens Grahl und eigentlich war es nur dem Unvermögen Frankfurter zu verdanken, dass der Ball nicht ins Tor ging. Auf der anderen Seiten hatten Modeste, Volland, Süle und Rudy durchaus gute Gelegenheiten für einen Treffer.

Ganz anders verlief dann die zweite Halbzeit. Die Eintracht hatte nicht einen Torschuß und verbrachte maximal 10 Minuten in der Hälfte der TSG. Auffallend war lediglich die etwas härter Gangart in den Zweikämpfen. Hier taten sich vor allen gute Bekannte der TSG hervor. Schröck und Joselu waren mit den gelben Karten am Ende noch gut bedient.

Die TSG hatte in der zweiten Hälfte das Spiel komplett in der Hand und erspielte sich eine gute Chance nach der anderen, doch Modeste hatte gestern nicht wirklich einen guten Tag und dem für Herdling eingewechselten Gyau merkte man die fehlende Abstimmung und Bindung zum Rest der Mannschaft noch ein wenig an.

Als sich das Stadion vielleicht sogar schon mit dem ersten 0:0 der TSG in dieser Saison abgefunden hatte, legte der Frankfurter Keeper Trapp dann doch noch Modeste im Strafraum und Roberto Firmino hatte die Chance den Nachmittag für die TSG erfolgreich zu beenden.

Leider bügelte Kevin Trapp seinen Fehler wieder aus und parierte den Elfmeter.

Kurz vor Schluß erreichte dann das Duell Zambrano gegen Modeste seinen unrühmlichen Höhepunkt. Der Frankfurter setzt im Luftduell den Ellenbogen unfair gegen Anthony ein und am Boden tritt er auch noch auf ihn drauf. Reflexartig tritt Modeste nach (was natürlich nicht passieren darf!) und so blieb dem Schiedsrichter keine andere Möglichkeit als den untröstlichen Modeste in die Kabine zu schicken.

Die letzten 5 Minuten waren dann ein Musterbeispiel für „Wir sind mit dem Punkt zufrieden!“ und so wurde pünktlich nach 90 Minuten abgepfiffen.

Mit einer kleinen Klatsche zurück aus Gelsenkirchen

Beim 4:0 Sieg der Schalker, war für uns nichts zu holen.

Eigentlich waren die Vorzeichen ja ganz gut. Unsere TSG hat seit dem Patzer zum Start der Rückrunde in Nürnberg nicht mehr verloren und der Gegner aus Schalke wurde in den letzten Partien gegen Real Madrid und den FC Bayern München ziemlich auseinander genommen. Markus Gisdol hatte sicher recht mit der Aussage, dass man die letzten beiden Niederlagen der Schalker nicht als Rückschluss auf deren Qualität nehmen sollte. Diese beiden Packungen haben ihnen immerhin die zwei aktuell besten Mannschaften der Welt beigebracht.

Aus dauerte auch nicht besonders lange, bis die Schalker zeigten warum sie noch um einen Platz unter den ersten dreien in der Tabelle im Rennen sind. Nach einem unglücklichen Abwehrversuch von Süle, der zu einer grandiosen Vorlage für Matip wurde, konnte dieser in Ruhe Huntelaar bedienen und schon rannte die TSG wieder einem Rückstand hinterher. Die folgenden Minuten machten Mut und die eine oder andere Torchance durch Modeste und Volland hätte mit etwas mehr Glück und Geschick auch schon der Ausgleich sein können.

Wie so oft im Fußball kam es dann ganz anders. Ein genialer Antritt von Draxler und sein Zuspiel auf Huntelaar waren ausreichend um Strobl zum Statisten zu machen. Casteels war ohne Chance bei dem trockenen Linksschuss des Holländers zum 2:0. Kurz danach vergab der Torjäger den Hatrick, als er einen Elfmeter ins Tor lupfen wollte. Casteels bleib einfach stehen und nahm den Ball dankend in die Arme.

Nach der Pause kamen mit Vestergaard und Salihovic zwei neue Leute, doch das Spiel der TSG wurde nicht wirkungsvoller. Man nahm dann noch die Tore von Obasi (ja der Obasi!) und erneut Huntelaar in Kauf und macht hoffentlich schnell einen Haken an die Partie.

Im kommenden Heimspiel gegen Mainz 05 wird Sven Schipplock wegen seiner 5ten gelben Karte nicht zum Einsatz kommen können.