Der Kopf hinter Hoffenheimblog.de

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In der kommenden Woche start das Hoffenheimblog.de.  Wir hatten dies ja bereits vor einiger Zeit angekündigt. Heute wollen ein wenig über den Mann hinter dem neuen Projekt berichten und haben deshalb mit Alexander Gusovius ein kurzes Interview geführt.

Herr Gusovius, manche TSG Fans können vielleicht mit Ihrem Namen und Ihrer Person nicht so viel anfangen. Stellen Sie sich bitte kurz vor.

In der Vergangenheit habe ich auf der Website 1899-freunde.de Artikel geschrieben und in der Nachfolge das Hochglanzmagazin 1899freunde ins Leben gerufen, das aber leider nach einer Nummer eingestellt werden musste. Der eine oder andere wird mich deshalb vielleicht doch kennen. Außerdem schreibe ich seit dem Hoffenheimer Aufstieg in die Erste Liga jedes Jahr eine Chronik der abgelaufenen Saison für die TSG, die man inzwischen auch im Fanshop erwerben kann.

Wie kam es zu Ihrer Liebe zur TSG 1899 Hoffenheim?

Ich habe 2007, damals noch in Bonn wohnend, zum ersten Mal von Dietmar Hopp und vom Aufbruch der TSG in Richtung Profifußball gehört. Mich hat das sofort interessiert, weil hier offenbar ein völlig neuer Weg eingeschlagen wurde. Das Neue und Unverbrauchte der TSG im Gegensatz zu vielen müden Traditionen in Deutschland hat mir gefallen. Das ist bis heute so geblieben – und die Liebe zur TSG ist trotz mancher sportlicher Probleme immer noch intensiver geworden.

Die letzten beiden Saisons bescherten den Fans der TSG ein Wechselbad der Gefühle. Wie haben Sie die beiden Runden gesehen?

Alexander Gusovius

Alexander Gusovius

Ganz genauso! Man konnte es ab Anfang 2013 mit der Angst bekommen. Nichts lief sportlich mehr zusammen, der Abstieg schien irgendwann unabwendbar. Die mutige Verpflichtung von Markus Gisdol und Alexander Rosen markierte den Umschwung. Aber war es dafür nicht schon zu spät? Den letzten Spieltag mit dem alles entscheidenden Spiel in Dortmund werde ich nie vergessen. Salis eiskalt verwandelte Strafstöße, der irreguläre, nicht gegebene Ausgleichstreffer für Dortmund, in buchstäblich letzter Sekunde den Relegationsplatz erreicht, danach zwei Siege gegen Kaiserslautern – mehr Gänsehaut geht nicht… Die abgelaufene Saison war trotz vieler Krimis dagegen die reinste Erholung. Außerdem hat sie die Auferstehung des Fußballs Marke TSG gebracht. Da hat man wieder gewusst: Fußball kann sogar Spaß machen, wenn ein Spiel unentschieden ausgeht oder verloren wird.

Zur neuen Saison startet Ihr Projekt Hoffenheimblog.de – was wird dort geboten?

Der Hoffenheimblog will die Fans vor allem informieren und unterhalten. Dazu gibt es Artikel und Kommentare zu allen Spielen, außerdem Vorschau-Artikel zu den Spielen, und es wird Interviews und Hintergrundberichte, Fragebögen und Fanmeinungen geben. Ich schaue die Spiele vorwiegend von der Gegentribüne aus an – genau das ist auch der Blickwinkel des Hoffenheimblogs.

Wie kam es zu dieser Idee und wer sind Ihre Wunschleser?

Wir haben neben unserer erstklassigen Fanszene aus der Südkurve ja auch viele Fans, die auf den anderen Tribünen zuhause sind, besonders zahlreich eben auf der Gegengerade. Die sind genauso leidenschaftlich bei der Sache und ihrer TSG genauso intensiv verbunden. Aber sie haben bisher keine Stimme und noch nicht das ihnen angemessene Gewicht. Daran will ich etwas ändern. Die Gegengerade ist enorm breit aufgestellt, hier trifft man Fans jeden Alters, aller Berufe, der verschiedensten Lebensläufe – und alle tragen sie die TSG im Herzen. Der Hoffenheimblog bietet ihnen ein Forum, das für sie hoffentlich maßgeschneidert ist.

Blicken wir ein klein wenig in die Glaskugel. Wie wird die kommende Saison für die TSG laufen?

Voraussagen im Fußball sind eine heikle Sache, auch die Experten liegen regelmäßig daneben. Aber bei allem, was man hört, ist eines klar: Die TSG wird die offensive Spielweise der letzten Saison beibehalten. Dazu konnte man ausgangs der letzten Saison schon beobachten, dass die Mannschaft immer stabiler wurde. Jetzt hat sich die TSG personell nochmal verstärkt und außer mit Johnson keinen Stammspieler abgegeben. In der Summe vermute ich daher, dass die neue Saison mindestens so spannend sein wird wie die alte, vielleicht sogar erfolgreicher. Dabei sollte man nicht vergessen, dass andere Vereine auch ihre Hausaufgaben machen. Die Konkurrenz in der Bundesliga ist enorm hoch, oft entscheiden wenige Prozentpunkte über Sieg oder Niederlage. Freuen wir uns also auf eine interessante neue Saison mit mindestens so vielen sportlichen Höhepunkten wie die alte!

Wo sehen Sie die TSG in 5, in 10 und in 15 Jahren?

Die TSG wird ein anerkannter, respektierter Teil der Bundesliga sein, mit jedem Jahr mehr. Dabei sind besondere Glücksmomente und eher schlechte Jahre möglich – und im Fußball sowieso nicht auszuschließen. In jedem Fall ist die TSG gut unterwegs und so breit aufgestellt, gerade auch was die exzellente Jugendarbeit anbelangt, dass man sich die TSG aus der Bundesliga nicht mehr wegdenken können wird. Mehr vorherzusagen wäre unseriös, oder? Also gut, ich wage eine konkrete Prognose: Hoffenheim wird im Jahr 2029 zum dritten Mal im Pokalfinale stehen.

Vielen Dank für das Gespräch.
Gern, und vergessen Sie nicht, für 2029 ein Hotelzimmer in Berlin zu reservieren!

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