Endstation Viertelfinale

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dost wolfsburg dfbEs war der sechste Versuch der TSG 1899 Hoffenheim das Halbfinale im DFB-Pokal zu erreichen. Ein Heimspiel, einen machbaren Gegner aus Wolfsburg und eine TSG die in dieser Saison durch Kampfgeist und Laufbereitschaft begeistert. Soweit die positiven Vorzeichen die gestrige Partie.

Zuschauer, verzweifelt gesucht!

Knapp 13.000 Zuschauer fanden den Weg in die Rhein-Neckar-Arena. Nach Gründen für das fehlende Interesse zu suchen sparen wir uns an dieser Stelle. Ebenso eine Auflistung möglicher Maßnahmen die die Hütte doch noch voll gemacht hätten. Wer weiß, ob vielleicht die Anfeuerungen weiterer 5.000 Fans nicht schon gereicht hätte um die TSG ins Halbfinale zu tragen. Wir werden es nie erfahren.

Mit Vollgas in die Partie

Die Mannschaft wollte ins Halbfinale. Dies war von Beginn an zu sehen. Der VfL konnte in den ersten 20 Minuten kaum einen Zweikamp gegen die TSG gewinnen und Firmino wurde von Knoche im letzten Moment am 1:0 gehindert. Bis zur ersten Aktion der Wolfsburger – die dann zum Elfmeter führte – hatte man eigentlich nie das Gefühl, dass die TSG heute ernsthaft Probleme bekommen könnte. Als Rodriguez den Elfer zum 1:0 für Wolfsburg verwandelte und in der Folgezeit de Bruyne und Arnold zu guten Chancen kamen, hörte man sich schon wieder sagen. …. „Wie immer … Gut gespielt und die anderen schießen die Tore.“.

Einem alten Bekannten – Patrick Ochs – war es dann zu verdanken, dass die TSG noch vor der Pause zum 1:1 kam. Sein Rückpass wurde von Firmino aufgenommen und er ließ dann Naldo stehen und der Wolfsburger Knoche lenkte den Ball unhaltbar für Benaglio zum 1:1 ab.

Leider konnten wir mit diesem Unentschieden nicht in die Pause gehen, weil Süle den gut von Peresic freigespielten Rodriguez im Strafraum zu Fall brachte und Schiri Gagelmann erneut auf den Punkt zeigen musste. Erneut lies eben dieser Rodriguez unserem Koen Casteels keine Chance und sicherte dem VfL die 2:1 Führung zur Halbzeit.

Unverändert kam die TSG aus der Pause und bei Wolfsburg wollte man nicht riskieren das Patrick Ochs ein weiteres Gastgeschenk in der Arena lässt und lies ihn in der Kabine.

Es folgte die wohl umstrittenste Situation der Partie.

20 Meter vor dem eigenen Strafraum springt Perisic Niklas Süle ins Kreuz. Der Riese bleibt verletzt am Boden liegen, Gagelmann lässt die Partie weiterlaufen und Sekunden später passt eben dieser Perisic quer zu Bas Dost der nur noch den Fuß zum 3:1 für Wolfsburg hinhalten braucht.

Es spricht für die Elf von Markus Gisdol, dass man auch nach diesem Rückschlag immer an sich geglaubt hat. Der Druck der TSG wurde nun noch größer und als 20 Minuten vor Ende der Partie der zweifache Torschütze Rodriguez wegen Zeitspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste, erhielt die Hoffnung neue Nahrung.

Chance und Chance lies die TSG aus oder scheiterte an Diego Benaglio. Keiner wollte im Stadion so recht glauben, dass die TSG heute nicht den Sprung ins Halbfinale schaffen würde. Selbst in den 5 Minuten Nachspielzeit glaubte man noch an ein Erreichen der Verlängerung. Irgendwann in diesen 5 Minuten erzielte Firmino das 2:3 nach einer Ecke (per Kopf!) und Sekunden später kam eben dieser Roberto Firmino erneut zum Abschluß, doch der Kapitän im Kasten der Wolfsburger reagierte glänzend und hielt den Einzug ins Halbfinale für sein Team fest.

Fazit!

Vielleicht klappt es ja im kommenden Jahr. Die TSG ist mit einer guten Leistung im Viertelfinale ausgeschieden. Nicht ein Spieler muss sich einen Vorwurf machen. Einsatz, Wille und schöne Spielzüge waren zu sehen. Vielleicht waren die zwei Elfmeter ein Tribut der fehlenden Erfahrung in der Innenverteidigung. Vielleicht hätte aber auch ein David Abraham die Elfmeter verursacht.

Was bleibt ist eine gute Leistung und von Woche zu Woche kann man sehen, dass das Gleichgewicht zwischen Abwehr und Angriff sich mehr und mehr einpendelt.

Machen wir am Samstag gegen den VfB Stuttgart so weiter wie gestern, werden wir den Abstand zu den Schwaben weiter ausbauen.

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