Mal bist Du Hund, mal bist Du Baum!

mainz-hoffenheim-spielbericht-514Die TSG holt einen Punkt in Mainz und fühlt sich nach dem 2:2 irgendwie wie ein Verlierer.

Wir alle werden uns gestern nach dem Schlußpfiff gefragt haben, wie das denn jetzt passieren konnte. Ein paar „Fans“ hatten sofort wieder die Schuldigen ausgemacht und das Gejammere und Geschimpfe gegen die eigene Mannschaft macht die Runde. Was war passiert?

Die TSG startete in Mainz mit Toljan auf der Position von Fabian und Rudy anstelle von Sali. Die Mainzer gehören laut Statistik sicher nicht zu den Lieblingsgegnern der TSG und die Mainzer wollten von Beginn an, dass diese Statistik auch bestehen bleibt.

Bereits nach 9 Minuten die erste knifflige Szene. Abraham hält Zimling als letzter Mann im Strafraum an der Schulter fest und der fällt hin. Eigentlich ein klare Sache. Elfmeter für Mainz und rote Karte für Abrahm, doch nach vielen Fehlentscheidungen gegen die TSG in diesem Jahr, ist Hoffenheim zur Abwechslung mal Nutznießer eines Fehlers und der Schiedsrichter beurteilt die Aktion anders.

Nach einer knappen Viertelstunde verpasst Tarik Elyounoussi seinen ersten BuLi-Treffer. Mit einer technisch tollen Einzelaktion bringt er den Ball an die Latte von Keeper Müller.

Nur zwei Minuten später macht es Volland genauer. Mit einem kraftvollen Antritt zieht er an drei Mainzern vorbei und netzt trocken in die rechte Torwartecke ein. Den kann Müller auch mal halten.

Nach knapp 20 Minuten muss Modeste ausgewechselt werden – Verdacht auf Adduktorenzerrung – und wird durch Schipplock ersetzt. Ein gelungener Wechsel denn Schippo leitet in der 22ten Minute das 2:0 durch Roberto Firmino ein. Sehenswert setzt er sich rechts außen gegen 2 Mainzer durch und spielt einen genialen Pass in den Laufweg von Firmino. Der braucht dann nur noch über den entgegenkommenden Müller im Mainer Tor zu lupfen.

Mit 2:0 geht es in die Kabinen und niemand im Stadion hatte wohl das Gefühl, dass der Sieger heute nicht TSG heißen würde. …. Ähnlich wie letzte Woche, als wir alle dachten der Sieger kann nur Schalke heißen.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt und hat vor allem mit Choupo-Moting zu tun. Seine Einwechslung hauchte den Mainzern neues Leben ein. Immer wieder setzte er sich auf der linken Seite der Hoffenheimer durch und leitete gute Aktionen ein. Bis zur 82ten Minute konnte keiner Kollegen etwas damit anfangen und so machte er es eben selbst. Im Rücken von Andy Beck schlich er sich in den Strafraum und erzielte das 1:2 aus Sicht der Mainzer.

Klar, hätte wir den einen oder anderen Konter bis zu diesem Zeitpunkt geschickt abgeschlossen, hätten man bei dem Treffer noch von Ergebniskosmetik gesprochen, so wurden es grausame 10 Minuten.

Die TSG spielte fast keinen einzigen kontrollierten Ball mehr aus der eigenen Hälfte. Jegliche Ordnung war plötzlich verloren und so war es fast eine logische Folge, dass bei der letzten Aktion der aufgerückte Heinz Müller war, der eine Ecke mit dem Kopf in Richtung Tor bewegte und Andy Beck unglücklich gegen den Rücken von Noveski klärte und von dessen Rücken dann der Ball über Casteels zum 2:2 im Tor landete.

Abpfiff! 2:2 Mainz feiert wie die Sieger und die TSG sucht nach Erklärungen. Wir haben eine! So ist Fußball.

Woche für Woche überraschen und Spiele. Wie mögen sich gestern wohl die Wolfsburger gefühlt haben die am Ende mit einen 0:2 daheim gegen Braunschweig leben mussten. Was mag der BVB gedacht haben, als am Ende der 90 Minuten ein 2:0 für M’gladbach stand. In einem Spiel in dem man 5:0 führen muss.

Fehler gehören zum Fußball und die machen den Unterschied zwischen oben und unten aus. Machst Du keine bist Du oben, machst Du viele bist Du unten.

UPDATE – Stimmen zum Spiel von Markus Gisdol und Eugen Polanski

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